Ein europäischer Mindestlohn? Was macht die EU für Arbeitnehmer:innen?

Ein europäischer Mindestlohn? Gibt es ihn schon? Brauchen wir ihn? Und was hast Du konkret davon, wenn sich die EU um Mindestlöhne und bessere Arbeitsbedingungen in ganz Europa kümmert?

Klar, wir in Deutschland haben bereits einen Mindestlohn, einen der höchsten in Europa. Die Anhebung auf 12 Euro war eines der zentralen Wahlversprechen der SPD und wurde gleich zu Beginn der Legislaturperiode umgesetzt.

Die EU hat rechtlich auch gar nicht die Möglichkeit, Mindestlöhne in den Mitgliedstaaten umzusetzen. Aber sie kann Vorschriften festlegen, mit denen europaweit angemessene gesetzliche Mindestlöhne sowie die Tarifbindung gefördert werden.

Und das tut sie. Mit einer neuen Richtlinie sorgt die EU dafür, dass dort, wo ein Mindestlohn gilt, er über klare Referenzwerte angemessen bemessen wird. Und sie sorgt dafür, dass die tarifliche Abdeckung zunimmt, auch bei uns in Deutschland.

Und davon haben wir alle etwas!

  • Arbeitnehmer:innen europaweit profitieren von der Sicherheit eines armutsfesten Mindestlohns und guter Arbeitsbedingungen.
  • Wenn hohe Sozialstandards EU-weit gelten, sind die Wettbewerbsbedingungen für alle Länder gleich.
  • Im EU-Raum steigt die Kaufkraft, das stärkt unsere Wirtschaft.
  • Mehr Tarifbindung führt zu einer geringeren Lohnungleichheit, zu generell höheren Löhnen und einem kleineren Anteil an Geringverdienern.

Anfang Juni finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Überall in Europa sind rechte, anti-europäische Kräfte auf dem Vormarsch. Doch ohne Europa geht es nicht. Ein starkes Europa sorgt für starke Mitgliedsländer. In vielen verschiedenen Bereichen kümmert sich die EU darum, dass unser Leben besser wird: von der Verbreitung der einheitlichen Notrufnummer 112 über Klimaschutz und Arbeitnehmerrechte bis hin zur Zusammenarbeit beim Thema Organspende. Gib Europa Deine Stimme!

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